Ehemalige Freundin von Gina H. (Zeugin)

Zeugin

Zeugenaussage (2. Juli 2026)

Eine ehemalige Freundin von Gina H. sagte am 17. Prozesstag vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Rostock aus und sorgte mit ihrer Erinnerung an ein Telefonat für Aufmerksamkeit.

Darin habe sich Gina H. wenige Tage nach dem Fund des toten Fabian darüber beklagt, dass Fabian in den Medien als "lieber Junge" dargestellt würde. Fabian aber sei keineswegs so lieb gewesen, so Gina H. gegenüber ihrer Freundin, denn er habe versucht, ihre Beziehung zu Fabians Vater auseinanderzubringen – mit dem Gina H. bis August 2025 vier Jahre lang liiert war.

„Darin habe sich Gina H. wenige Tage nach dem Fund des toten Jungens darüber beklagt, dass Fabian in den Medien als lieber Junge dargestellt würde. Fabian aber sei keineswegs so lieb gewesen, so Gina H. gegenüber ihrer Freundin." – NDR (Andreas Frost), 02.07.2026

Die Zeugin berichtete zudem, dass sie sehr über das Verhalten von Gina H. erschrocken war. Da sie auch selbst durch den Tod Fabians sehr aufgewühlt war, wollte sie Gina H. helfen und erwartete, mit einer "total gebrochenen" Gina H. zu sprechen. Stattdessen sei Gina H. "extrem kalt und schnodderig" gewesen.

„Stattdessen sei Gina H. extrem kalt und schnodderig gewesen." – NDR, Zeugenaussage ehemalige Freundin

Wie mehrere andere Zeugen glaubte auch diese Frau schon damals nicht, dass Gina H. den toten Jungen "zufällig bei einem Spaziergang" gefunden hatte. Sie hielt die Strecke von Reimershagen nach Klein Upahl für zu weit, um von dort aus mit "einer auf einen Rollator gestützten Bekannten" (Bekannte mit Rollator) spazieren zu gehen.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Aussage als passend zu ihrem vermuteten Motiv: Gina H. glaubte demnach, Fabian stehe ihr bei ihrem Versuch im Wege, Fabians Vater zurückzugewinnen.

Quellen